Donnerstag, 17. September 2015

Naturwunder - versteinertes Holz

Heute geht es nach Utah in den Petrified Forest Nationalpark, übersetzt "Nationalpark Versteinerter Wald". 

Vorab noch eine kurze Erklärung zur Entstehungsgeschichte. Vor 215 Millionen Jahren wuchsen auf diesem flussreichen Gebiet Nadelbäume, Araukarien. Baumfarne usw. Durch das Wasser war der Boden ziemlich matschig, die Bäume fanden irgendwann keinen Halt mehr und fielen um. Zum Glück wurden sie rasch von diversen Ablagerungen der Flüsse luftdicht abgedeckt, denn ohne Sauerstoff und ohne Bakterien kann keine Verrottung einsetzen. Bis zu diesem Punkt entspricht der Ablauf dem der Kohlebildung. Der entscheidende Unterschied ist, dass für die Versteinerung Kieselsäure bzw. Silikate das organische Material der Bäume ersetzen. Es entsteht KEINE Kohle sondern verkieseltes Holz. Je nach Druck und Temperatur verläuft diese Versteinerung unterschiedlich schnell. Für die Farbgebung sind oft Eisenoxide verantwortlich, die die farblosen Silikate braun, gelb oder rot färben.

Durch tektonische Bewegungen mit viel Spannung zerbrachen die Baumstämme später. Wasser- und Wind-Erosion legten die versteinerten Hölzer wieder frei.


zum Vergrößern bitte anklicken



 Nahaufnahme einer besonders bunten Bruch-Oberfläche


Auf einem Rundweg kann man gemütlich durch das Gebiet schlendern.






Hast du vielleicht eines der letzten Naturwunder verpasst?


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Kommentare:

  1. Wieder ein einzigartiger und spezieller Post liebe Arti. Ganz ganz toll hast du nicht nur wieder tolle Bilder gemacht sondern auch mit der Info schon mal gelerntes in Erinnerung zurückgerufen. Danke dir dafür!!! Ich finde es klasse das solche Orte erhalten und zu Nationalparks erklärt werden. Nicht nur lehrreich sondern auch wichtig zeigt es wie die Natur reagieren kann, ganz natürlich entwickeln sich auch solche Momente zu wahren Schönheiten.

    Hab einen wundervollen Tag und liebe Grüsse

    N☼va

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  2. Wow...einfach Wow!
    Ich habe zwar selber schon versteinertes Holz gekauft, aber diese Grösse ist enorm ja beeindruckend. Es ist (wie) ein Wunder, dass es der Natur möglich ist wenn gewisse Bedingungen herrschen sich zu verwandeln und so erhalten zu bleiben.
    Danke fürs Sehen liebe Arti.

    Liebe Grüessli
    Julia

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  3. Das sind tolle Infos und absolut schöne Fotos, so etwas habe ich noch nie gesehen..gibt es ja wohl auch in D nicht.

    Liebe Grüße von Mathlda

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  4. Mein erster Gedanke war: Gab es in prähistorischer Zeit schon Forstarbeiter mit Kettensägen? So ordentlich wie die Stämme zerteilt sind.
    Es ist immer wieder erstaunlich, was die Natur zustande bringt!

    LG Hans

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  5. Wieder ein großartiger Post. Diese Landschaft und was sie zu bieten hat ist einmalig schön und die erst Aufnahmen einfach toll.
    Herzliche Grüße
    Ingrid

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  6. Karg sieht es dort aus, aber irgendwie auch total faszinierend und ich finde es super, dass du einleitend erklärt hast, wie der versteinerte Wald zustande gekommen ist.:-)
    Die Nahaufnahmen zeigen so schön die markant gebrochene Oberfläche des Holzes.

    War wieder ein schöner Spaziergang durch eine tolle Naturlandschaft, dankeschön. :-)

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich dir
    Christa

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  7. Das ist ja unglaublich!!!!!! Es sieht im ersten Moment aus wie Marmor.....Was für ein Naturwunder!
    Danke für diesen tollen Beitrag, Ophelia

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  8. Das ist ja unglaublich!!!!!! Es sieht im ersten Moment aus wie Marmor.....Was für ein Naturwunder!
    Danke für diesen tollen Beitrag, Ophelia

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  9. Danke Arti,
    etwas spät, aber doch habe ich deinen Beitrag verlinkt.
    Solche Naturwunder sind wirklich ein Genuss sie zu betrachten !
    Danke für´s mitmachen und ♥liche Grüße

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  10. Faszinierend. Wundere mich über die Größe und dass die Stücke da so einfach rumliegen. Aber so wirkt das wesentlich beeindruckender als hinter Glas im Museum.
    Danke für die Erklärung zur Entstehung.

    ∗♥∗✿❊✿❊✿∗♥∗
    Herzlich grüßt
    Uschi

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