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Freitag, 9. Oktober 2026

Bummel durch Hannoversch Münden

Als ich den Namen Hannoversch Münden hörte, musste ich erst einmal recherchieren wo er herkommt. Die Stadt hieß früher nur Münden und erhielt erst im 19. Jahrhundert den Zusatz "Hannoversch", was sich vom damaligen Königreich Hannover ableitete. Der Beiname wurde nötig, weil es häufig zu Verwechselungen mit Minden (NRW) und Münden (Hessen) gab. Heute ist der ganz offizielle Name Hann. Münden ... und dort gehen wir jetzt ein wenig bummeln

Zuerst entführe ich euch zum sogenannten "Weserstein". Er steht oberhalb des Zusammenflusses von Werra und Fulda zur Weser. Den Spruch kannte ich noch so ähnlich aus dem Heimat-Unterricht in der 4. Klasse




Die Mühlenbrücke führt über einen Arm der Fulda und verbindet die Altstadt mit der Insel Tanzwerder. Sie wurde wie ein alter Wehrgang gestaltet damit sie gut zur Fachwerk-Altstadt passt.


Weiter geht es zur alten Werra Brücke. Sie wurde bereits in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut und schaut trotz ihres Alters noch fantastisch aus



An der Brücke befindet sich auch eine Figur des Dr. Eisenbart (1663–1727). Dieser war ein berühmter deutscher Chirurg und Augenarzt, der fälschlicherweise oft als bloßer Scharlatan dargestellt wird, weil er die Medizin nicht studiert hatte, sondern als Handwerk erlernte. Er reiste als Wanderarzt mit einem großen Gefolge von Gauklern und Musikern durch das Land, um die Aufmerksamkeit potenzieller Patienten auf sich zu ziehen. Vielleicht kennt ja jemand das spöttische Volkslied:

Ich bin der Doktor Eisenbart,
widewidewitt, bum, bum!
Kurier die Leut’ nach meiner Art,
widewidewitt, bum, bum!
Kann machen, dass die Blinden gehn
und dass die Lahmen wieder sehn.
Gloria, Viktoria,
widewidewitt, juchheirasa,
Gloria, Viktoria,
widewidewitt, bum, bum!


Am Rathaus mit seinem wunderschönen Portal, gibt es dreimal täglich ein Glockenspiel, das an Dr. Eisenbart erinnert. Die prunkvolle Gestaltung des Rathausportals drückt die damalige Macht, den Stolz und den Reichtum der Stadt aus

im roten Mantel Dr. Eisenbarth mit Gefolge
links davon auf dem Stuhl ein sich wehrender Patient

Rathaustür

Mal rechts und mal links geht es durch die schmalen Gassen der Altstadt. 





Schließlich kommen wir zur gotischen Kirche St. Blasius


und zur Rotunde, die zur mittelalterlichen Stadtbefestigung gehörte und dem Stadttor vorgelagert war

ein letzter Blick auf die Altstadt:

Wer jetzt ein wenig Erholung benötigt, kann sich auf die "Schnuddelbank" setzen. Auf der Sitzfläche kann man lesen:

In Hann. Münden schnuddelt man über: Weserbergland, Bauernmarkt, Weser-Radweg, Dr. Eisenbart, Tillyschanze, Weserliedanlage, Drei-Flüsse-Stadt, Weser, Werra, Fulda, Weserstein, Fachwerk, Herzogin Elisabeth, Weserrenaissance



Nun wünsche ich euch allen

ein erholsames Wochenende!



10 Kommentare:

  1. Ich kenne die Stadt nicht liebe Arti, ich danke dir für deinen Beitrag 😀. Ich mag ja diese Fachwerkhäuser die so interessant aussehen und es gibt viele schöne alte Städte davon.
    Jetzt setzte ich mich auf die Schnuddelbank und genieße nochmal die schönen Bilder.
    Ganz liebe Grüße zu dir
    Christine

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  2. Liebe Vera,

    das sind wunderbare Fotos und Infos von diesem hübschen Städtchen, die Altstadt hat ja einen ganz besonderen Flair.

    Wir waren jetzt ein paar Tage zum Wandern in der Rhön, unter anderem oben auf der Wasserkuppe, und da sind wir natürlich auch an der Fuldaquelle vorbeigekommen.

    Ein schönes Herbstwochenende
    wünscht Dir
    Anke

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    1. Die Wasserkuppe haben wir vor ein paar Jahren auch besucht. Besonders von den Segelflugzeugen und den Gleitschirmspringern waren wir total begeistert. Sind ja auch herrliche Fotomotive ;))
      Liebe Grüße
      Arti

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  3. Schön, solche Altstädte liebe ich. Dass Fulda und Werra sich dort zur Weser vereinen war mir bekannt, den Spruch dazu kannte ich jedoch nicht. Auch das Liedchen zu Dr. Eisenbart hat was.

    ein schönes WE wünscht gabi

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  4. Oh wie schön das aussieht liebe Vera. Ich bin begeistert will gleich über diese schöne Brücke schlendern und dann die Fachwerkhäuser bewundern. Ich muss gleich mal schauen wie weit wir dorthin haben aber ich denke dass ist gar nicht mehr Hessen wenn dann ganz oben Nordhessen und wir sind ja ganz im Süden am Zipfel zu Baden Württemberg. Hach aber vormerken tue ich mir dies ganz bestimmt ! Wie schön dass Du uns dazu so viel Interessantes geschrieben hast.

    Liebe Grüße
    Kerstin und Helga

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  5. Liebe Vera,
    an dem Weserstein stand ich auch schon. Und überhaupt lässt du mit diesem tollen Beitrag Erinnerungen aufleben.
    Sehr gut hast du den Namen Hannoversch Münden erklärt. Die Stadt ist wirklich wunderschön mit all ihren zauberhaften Fachwerkhäusern. Da geht man gerne bummeln, kehrt irgendwo ein und gönnt sich etwas Leckeres für den Bauch.
    Deutschland hat wirklich sehr schöne Ecken.
    Göttingen ist auch nicht weit entfernt und hat ebenfalls eine schöne Altstadt.
    Im hohen Norden setzt man sich auf die Klönschnackbank und hier halt auf die Schnuddelbank. *g*

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht dir
    Christa

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  6. Hachz, ist das schön dort, liebe Arti! 🤩
    Edi und ich haben uns jetzt auch ein paar Tage lang deutsche Altstädte und einiges an Fachwerk gegönnt, aber in Hannoversch Münden gibt es davon ganz offensichtlich noch um einiges mehr, als wir gesehen haben. Dazu noch die ansehnlichen alten Brücken und die malerische Flusslandschaft: An einen schönen Flecken Erde hast du uns da mitgenommen!
    Alles Liebe 🤗
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2026/10/reisebericht-2025-kekuli-bay-spion-kop.html
    PS:
    Danke für deinen Hinweis im letzten Kommentar, dass Schmetterlinge gut im Farbensehen sind - das finde ich sehr interessant. Dann war das Grün von Jamies Badehose wohl wirklich ein Anziehungspunkt für den Segelfalter. Ich wünsche euch mehr von diesen hübschen Schmetterlingen, sie sind mir immer wieder eine Freude. Was die Bäume am Ufer betrifft - leider haben sie noch immer nicht genügend Wasser für ihre Wurzeln... Es hat hier nur wenig geregnet in den letzten Wochen und Monaten.

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  7. Hallo Arti,
    so macht bummeln doch spass und auch Freude. Da wäre ich auch gerne bummeln gewesen.
    Die Mühlenbrücke ein Prachtsstück von einer Brücker.
    Auch die Werra Brücke eine sehr schöne Brücke und mit der tollen Spiegelung die Du eingefangen hast gleich doppelt so schön.
    Das Glockenspiel würde ich auch gerne Live sehen das gefällt mir sehr gut. Ich glaube solche Glockenspiele gibt es auch nicht mehr so viele.
    Schön auch die bunten Riegelhäuser in der Altstadt. Solche Häuser gefallen mir sehr. Da ist nicht nur alles grau und blass da ist Farbe drin was einfach viel schöner ist.
    Ein wirklich sehr schöner bummel den ihr da gemacht habt mit vielen schönen Eindrücken von diesem Ort.
    Liebe Grüsse Claudia

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  8. Moin liebe Vera,
    leider kenne ich Hannoversch Münden gar nicht, aber ich mag Fachwerkhäuser.
    Dieses spöttische Volkslied kenne ich auch nicht, aber bei dem Glockenspiel, das an Dr. Eisenbart erinnert, musste ich schmunzeln. Ich höre schon den armen Patienten schreien „Hilfe der Doktor kommt“
    Die Stadt ist wirklich sehr schön, da geht man gerne bummeln, denn da gibt es so viel zu bestaunen.
    Jetzt nehme ich gerne Platz auf die Klönschnackbank - äh… Schnuddelbank.
    Liebe Grüße und hab einen schönen Sonntag,
    Birgit

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  9. Sehr schöne Eindrücke aus Hannoversch Münden zeigst du uns Arti. Das mit dem Namen finde ich auch interessant. So lernt man immer etwas dazu. Und jetzt geht mir das Lied vom Dr. Eisenbart nicht mehr aus dem Kopf. Ich habe es als Kind sehr gerne gesungen 😀
    Herzliche Sonntagsgrüße von Heidi

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