Samstag, 17. Oktober 2026

bei John Hargrove an der Route 66

Weiter ging es zu John Hargrove's Place, einem Ort an dem John alles Mögliche und Unmögliche an historischen Sachen der Route 66 zusammengetragen hat. Wir schauten uns zuerst das Außengelände an


Kennt ihr noch einen Tankwart?
In Oregon durfte man bis August 2023 nicht selber tanken
und in New Jersey darf man es bis heute nicht

Easy Rider

eine Reminiszenz an die Cadillac Ranch bei Amarillo
(da kommen wir auch noch hin)

Happy Hippy Lane und VW Busse gehören einfach zusammen

alles Marke Eigenbau



Als uns John entdeckte, bekamen wir noch eine private Führung. Im Haus gab es ebenfalls viele historische Dinge, die von der Route 66 stammten u. a. sogar ein Original-"Diner" 




so sahen die ersten Werbeschilder von Mc Donald's aus





Auf der oberen Etage kann man sehen, wie es hinter dem VW Käfer aus der Hauswand aussieht :))




Zum Schluss ließ es sich John nicht nehmen, uns noch weitere interessante Orte an der Route 66 zu empfehlen. Lasst euch überraschen ...  





Jetzt wünsche ich euch allen ein
wunderschönes herbstliches Wochenende 


Wer Lust hat, ab Chicago über die Route 66 zu reisen, kann hier die älteren Posts entsprechend nachlesen:

13_Joplin 


Schaut doch mal bei Gabi vorbei,

dort gibt es noch mehr Farben und Formen



Montag, 12. Oktober 2026

Noahs Segel

Bei Noahs Segel handelt es sich um einen Aussichtsturm in der thüringischen Rhön. Die Architektur ist einem riesigen Segel nachempfunden. Über 84 Stufen erreicht man die Aussichtsplattform. Oben hat man dann einen herrlichen Ausblick, der bei schönem Wetter bis nach Bayern und Hessen reicht. 








Unterhalb der Aussichtsplattform gibt es eine Rutsche, aber mit Fotorucksack usw. wäre es doch etwas schwierig den verkürzten Weg zu nehmen. Wir sind die Stufen wieder runter gegangen.



Für alle Leute mit Höhenangst gibt es zwei Panoramaliegen um die Aussicht ebenfalls zu genießen




Wer Lust hat, noch einmal virtuell auf die anderen Aussichtstürme zu steigen, findet hier die Links

Freitag, 9. Oktober 2026

Bummel durch Hannoversch Münden

Als ich den Namen Hannoversch Münden hörte, musste ich erst einmal recherchieren wo er herkommt. Die Stadt hieß früher nur Münden und erhielt erst im 19. Jahrhundert den Zusatz "Hannoversch", was sich vom damaligen Königreich Hannover ableitete. Der Beiname wurde nötig, weil es häufig zu Verwechselungen mit Minden (NRW) und Münden (Hessen) gab. Heute ist der ganz offizielle Name Hann. Münden ... und dort gehen wir jetzt ein wenig bummeln

Zuerst entführe ich euch zum sogenannten "Weserstein". Er steht oberhalb des Zusammenflusses von Werra und Fulda zur Weser. Den Spruch kannte ich noch so ähnlich aus dem Heimat-Unterricht in der 4. Klasse




Die Mühlenbrücke führt über einen Arm der Fulda und verbindet die Altstadt mit der Insel Tanzwerder. Sie wurde wie ein alter Wehrgang gestaltet damit sie gut zur Fachwerk-Altstadt passt.


Weiter geht es zur alten Werra Brücke. Sie wurde bereits in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut und schaut trotz ihres Alters noch fantastisch aus



An der Brücke befindet sich auch eine Figur des Dr. Eisenbart (1663–1727). Dieser war ein berühmter deutscher Chirurg und Augenarzt, der fälschlicherweise oft als bloßer Scharlatan dargestellt wird, weil er die Medizin nicht studiert hatte, sondern als Handwerk erlernte. Er reiste als Wanderarzt mit einem großen Gefolge von Gauklern und Musikern durch das Land, um die Aufmerksamkeit potenzieller Patienten auf sich zu ziehen. Vielleicht kennt ja jemand das spöttische Volkslied:

Ich bin der Doktor Eisenbart,
widewidewitt, bum, bum!
Kurier die Leut’ nach meiner Art,
widewidewitt, bum, bum!
Kann machen, dass die Blinden gehn
und dass die Lahmen wieder sehn.
Gloria, Viktoria,
widewidewitt, juchheirasa,
Gloria, Viktoria,
widewidewitt, bum, bum!


Am Rathaus mit seinem wunderschönen Portal, gibt es dreimal täglich ein Glockenspiel, das an Dr. Eisenbart erinnert. Die prunkvolle Gestaltung des Rathausportals drückt die damalige Macht, den Stolz und den Reichtum der Stadt aus

im roten Mantel Dr. Eisenbarth mit Gefolge
links davon auf dem Stuhl ein sich wehrender Patient

Rathaustür

Mal rechts und mal links geht es durch die schmalen Gassen der Altstadt. 





Schließlich kommen wir zur gotischen Kirche St. Blasius


und zur Rotunde, die zur mittelalterlichen Stadtbefestigung gehörte und dem Stadttor vorgelagert war

ein letzter Blick auf die Altstadt:

Wer jetzt ein wenig Erholung benötigt, kann sich auf die "Schnuddelbank" setzen. Auf der Sitzfläche kann man lesen:

In Hann. Münden schnuddelt man über: Weserbergland, Bauernmarkt, Weser-Radweg, Dr. Eisenbart, Tillyschanze, Weserliedanlage, Drei-Flüsse-Stadt, Weser, Werra, Fulda, Weserstein, Fachwerk, Herzogin Elisabeth, Weserrenaissance



Nun wünsche ich euch allen

ein erholsames Wochenende!



Montag, 5. Oktober 2026

ein Glücksbringer macht den Abflug

In meinem letzten Garten-Post hatte ich ja schon berichtet, dass sich wieder sehr viele Marienkäfer an den Pflanzen in unserem Brunnen befinden. Einige haben sich inzwischen zum Glücksbringer entwickelt.




Marienkäfer gelten bereits seit dem Mittelalter als Glücksbringer, weil sie von den Bauern als Geschenk der Jungfrau Maria angesehen wurden, denn als natürliche Schädlingsbekämpfer haben sie schon so manche Ernte gerettet. Ein einzelner Käfer frisst bis zu 100 Blattläuse am Tag und der Asiatische Marienkäfer, auch wenn er hier verpönt ist, schafft sogar bis zu 250 und seine Larven gar bis zu 1.200

Larve des Asiatischen Marienkäfers


Bei den folgenden Bildern war ich zur rechten Zeit am rechten Ort, als sich der Marienkäfer aus der Puppenhülle befreite:

vielleicht geht es mit einem Kopfstand ?

endlich geschafft, der Käfer ist komplett draußen

erst mal erholen ...


Direkt nach dem Schlüpfen ist der Panzer noch ganz weich, empfindlich und hellgelb. Wenn die Flügeldecken an der Luft trocken, kann man nach 3-4 Stunden die ersten schwarzen Flecken erahnen.

alle Flügel müssen trocknen

hier kann man die Punkte erahnen

fast fertiger Käfer neben einer leeren Puppenhülle


Nach ungefähr 24 Stunden ist die Metamorphose samt Aushärtung und Umfärbung der Flügel vollendet. Da die hungrigen Larven schon alles an Blattläusen verzehrt haben, wird es Zeit um Abschied zu nehmen

er winkt mir zum Abschied noch einmal zu

breitet seine Flügel aus und hebt ab ...
viel Glück kleiner Käfer!



Am Freitag erreichte mich noch ganz liebe Herbst-Post von Birgit. Wunderschön hat sie wieder gemalt und geschrieben. ich habe mich jedenfalls riesig gefreut und sage auch hier noch einmal Dankeschön!





Ich wünsche euch nun auch ganz viel Glück
und eine sonnige Herbstwoche

eure Arti




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