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Montag, 3. August 2026

Mähnenspringer

Mähnenspringer stammen aus den Wüsten und Halbwüsten des nördlichen Afrika und sind bekannt für ihre Kletterkünste. Sie ernähren sich von Gräsern und Blättern mit denen sie ebenfalls ihren Wasserbedarf decken. Wenn sie an Quellen vorbeikommen, trinken die Tiere ausgiebig und baden manchmal sogar. Den Tuaregs dienen die Mähnenspringer als Lieferanten von Fleisch, Fellen und Leder. Inzwischen werden sie bereits als gefährdet eingestuft.






Wir haben die Tiere im Big Bend Nationalpark gesehen, denn in die USA wurden sie bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gebracht, gelten dort also als Neozoen.




Neozoen sind, wie überall auf der Welt, unerwünscht. In Texas dürfen Mähnenspringer auf privatem Land das ganze Jahr lang, ohne Obergrenze, bejagt werden. In den Nationalparks erfolgen gezielte Abschüsse aus Hubschraubern.




Die Tiere werden so rigoros bekämpft, weil sie mit den heimischen Dickhornschafen um die Nahrung konkurrieren und eine Atemwegserkrankung übertragen ohne selbst daran zu erkranken. Zusätzlich vermehren sich die Mähnenspringer stärker als die Dickhornschafe.

Dickhornschaf im Badlands NP

Dickhornschaf im Glacier NP,
parkt gerade auf einem Behindertenparkplatz  ;))

Dickhornschaf in Alaska

Dickhornschafe im Rocky Mountains NP,
sie lecken Streusalz von der Straße


Vielleicht haben die Bilder der Mähnenspringer in der Zukunft Seltenheitswert. Mir gefallen die Mähnenspringer mit ihren im Wind flatternden Brusthaaren und grazilen Sprüngen, wenn sie durch die Felsen klettern.


Ich wünsche ich euch allen eine angenehme Woche!

 

Freitag, 31. Juli 2026

Der schnellste Vogel im Wilden Westen

... ist der Roadrunner. Bei uns wird der Vogel als Wegekuckuck bezeichnet. Man kann ihn überall in den trockenen Gebieten von Kalifornien bis Texas antreffen. Er ist relativ scheu und flitzt mit seinen langen Beinen meist schneller davon als die Kamera startbereit ist. Dabei kann er Geschwindigkeiten bis zu 30 km/Stunde erreichen.




Meist sieht man ihn nur am Morgen und Abend, denn in der heißen Mittagszeit versteckt er sich im Schatten.



Diesen Roadrunner haben wir in seinem Versteck aufgespürt, in einem alten Zug:






Es gibt sogar Skulpturen vom Roadrunner. Ein wirklich großes Exemplar aus Recyclingmaterialien steht in der Nähe von Las Cruzes in New Mexiko und in Texas entdeckten wir Paisano Pete, eine Fiberglasskulptur:




Jetzt wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende und hoffe, ihr müsst nicht so vor der Hitze wegrennen wie ein Roadrunner  :))




Montag, 27. Juli 2026

Der Wolf und die Biene

Eigentlich hätte es ein Tag wie jeder andere sein können. Unsere Kugeldistel zeigt wieder ein Blütenmeer an runden blauen Stachelbällen und hunderte von Insekten, besonders aber Honigbienen, schwirrten um die Pflanze. 


Französische Feldwespe

Honigbiene und Faulbaumbläuling

Gammaeule

Alles war friedlich, bis der Wolf kam, genauer gesagt, der Bienenwolf, der eine Grabwespe ist. Plötzlich schnappte der Bienenwolf sich eine der Bienen und stach mit seinem Stachel gezielt in den Oberkörper der Honigbiene. Diese wurde durch den Stich gelähmt und hörte schnell auf zu zappeln. Die Wespe drückte dann mit der Spitze ihres Hinterleibes den Körper der Biene zusammen um so Nektar aus dem Magen herauszupressen und aufzulecken. 

zugeschnappt

Stachel in den Oberkörper der Biene gestochen

auf den Magen gedrückt

Nektar abgeschleckt

Wenige Sekunden später flog der Bienenwolf mit seiner Beute davon. Die gelähmte aber noch lebende Biene dient als Nahrung für die Larven. 

Jetzt aber noch etwas für's Herz, ein junges Rotschwänzchen:



Jetzt wünsche ich allen Besuchern eine gute, neue Woche!




Montag, 20. Juli 2026

Cowgirl, Cowboy und Cowbird

Da Texas der Inbegriff des "Wilden Westens" ist, kann man damit rechnen auf Cowboys und Cowgirls zu treffen. Letztere sind aber seltener zu sehen.





Schmunzeln musste ich allerdings, bei der Bestimmung dieses Vogels. Es handelt sich um einen Cowbird, genauer gesagt um den Bronzed Cowbird. Seine roten leuchtenden Augen hatten es mir gleich angetan.




Auch der hübsche Dreifarbenreiher kam mir wieder vor die Linse. Er beeindruckt ebenfalls mit seinen herrlichen roten Augen.



Während der Brutzeit färbt sich der Schnabel leuchtend blau. Ansonsten sieht er, wie im unteren Bild, an der Basis gelb und an der Spitze schwarz aus.


Ich wünsche allen meinen Lesern eine angenehme Woche!




Freitag, 17. Juli 2026

ABC-Foto: W

Heute geht es weder auf die Wave


noch in die White Pocket 


oder in den White Sands Nationalpark


sondern (ganz aktuell von unserem Frühlingsurlaub) wir fahren und wandern durch die Wichita Mountains. Die "Wichitas" sind zum größten Teil ein Naturschutzgebiet. Da Granit schwer verwittert, gehören die Berge zu den ältesten der Erde. Sie sind ca. 550 Millionen Jahre alt. Als erstes geht es hoch auf den Mount Scott, der eine herrliche Aussicht auf das Refugium bietet:

Mount Scott, Blick nach SO


die vielen Granitsteine dienen zur Hangsicherung
und zur Dekoration am Parkplatz

Blick nach Westen


Im Schutzgebiet liegt die Heilige Stadt der Wichitas. Dort stehen Gebäude, die dem biblischen Israel nachempfunden sind und immer noch Schauplatz von Passionsspielen sind.


Tempel des Herodes

Hügel Golgota

Stadttor Jerusalem

Hof des Herodes


Eine Wanderung durch die Prärie darf natürlich nicht fehlen und wenn man dann noch auf die typischen Tiere trifft, ist das Glück perfekt:

am French Lake entlang


eine Libelle hat sich am Ufer niedergelassen

die Rotwangenschildkröte genießt ein Sonnenbad,
hier ist ihre natürliche Heimat

ein Grünreiher nutzt das Seerosenblatt als Fußbad

eine trockene Fischtreppe

hinter der Fischtreppe sonnt sich ein Halsbandleguan

blühende Opuntien am Wegesrand

wir schleichen uns an einem grasenden Bison vorbei

über uns kreist ein Truthahngeier


hier ist auch die Heimat der Kokardenblume

wir beobachten die lustigen Präriehunde
inmitten von blühenden Mädchenaugen

kurz vor dem Parkplatz entdecke ich zwischen Bäumen
noch ein Texas-Longhorn-Rind


Ich hoffe, die Wichita Mountains, samt Flora und Fauna, haben euch gefallen. Jetzt wünsche ich allen Besuchern ein schönes Wochenende!

 

Ein Rückblick auf die anderen Buchstaben:

 

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