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Montag, 3. August 2026

Mähnenspringer

Mähnenspringer stammen aus den Wüsten und Halbwüsten des nördlichen Afrika und sind bekannt für ihre Kletterkünste. Sie ernähren sich von Gräsern und Blättern mit denen sie ebenfalls ihren Wasserbedarf decken. Wenn sie an Quellen vorbeikommen, trinken die Tiere ausgiebig und baden manchmal sogar. Den Tuaregs dienen die Mähnenspringer als Lieferanten von Fleisch, Fellen und Leder. Inzwischen werden sie bereits als gefährdet eingestuft.






Wir haben die Tiere im Big Bend Nationalpark gesehen, denn in die USA wurden sie bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gebracht, gelten dort also als Neozoen.




Neozoen sind, wie überall auf der Welt, unerwünscht. In Texas dürfen Mähnenspringer auf privatem Land das ganze Jahr lang, ohne Obergrenze, bejagt werden. In den Nationalparks erfolgen gezielte Abschüsse aus Hubschraubern.




Die Tiere werden so rigoros bekämpft, weil sie mit den heimischen Dickhornschafen um die Nahrung konkurrieren und eine Atemwegserkrankung übertragen ohne selbst daran zu erkranken. Zusätzlich vermehren sich die Mähnenspringer stärker als die Dickhornschafe.

Dickhornschaf im Badlands NP

Dickhornschaf im Glacier NP,
parkt gerade auf einem Behindertenparkplatz  ;))

Dickhornschaf in Alaska

Dickhornschafe im Rocky Mountains NP,
sie lecken Streusalz von der Straße


Vielleicht haben die Bilder der Mähnenspringer in der Zukunft Seltenheitswert. Mir gefallen die Mähnenspringer mit ihren im Wind flatternden Brusthaaren und grazilen Sprüngen, wenn sie durch die Felsen klettern.


Ich wünsche ich euch allen eine angenehme Woche!

 

Dienstag, 23. Juni 2026

Spanische Missionsstationen in Texas

Spanische Franziskaner-Mönche bauten im 18. Jahrhundert um San Antonio herum diverse Missionsstationen. Diese Stationen dienten hauptsächlich der Christianisierung der indigenen Bevölkerung. Geschickt wurden die Mönche von der spanischen Regierung in Europa um den Norden von Neuspanien (Texas) zu besiedeln und um so zu verhindern, dass sich französische Siedler aus dem angrenzenden Louisiana dort ausbreiten. In den Missionen wurde Landwirtschaft betrieben und man bildete die indigene Bevölkerung in europäischen Handwerksberufen aus. Zusätzlich gewährten die dicken Mauern der Missionen auch Schutz z.B. im Texanischen und Mexikanischen Unabhängigkeitskrieg.


Die vier Missionen entlang des San Antonio River und das Alamo gehören heute zum UNESCO Weltkulturerbe und sind ein National Historic Park. Am bekanntesten ist sicher das Alamo mitten in San Antonio. Die Schlachten um das Fort wurden mehrfach verfilmt und Phil Collins veröffentlichte 2012 das Buch "The Alamo and Beyond" mit Sammlungen von alten Dokumenten, Illustrationen und Bildern.




In Texas kennt jedes Kind "The Alamo" und all die Geschichten, die sich um die tapferen Helden, die die Mission verteidigt haben, drehen. Im Innenraum sind entsprechende Gedenktafeln und Fahnen zu besichtigen. Besucht wird das Alamo jedes Jahr von ca. 2,5 Millionen Personen.




Die anderen Missionen mit teilweise gut erhaltener Architektur zeige ich euch später noch.

In der Sommerhitze sind die Temperaturen im Inneren des Alamo übrigens sehr angenehm  :))




Samstag, 13. Juni 2026

Blogpause beendet

Zuerst möchte ich mich ganz herzlich für all eure lieben Genesungswünsche bedanken, besonders bei  Birgit (Landträumereien) und Heidi (Trollspecht), die mir beide so wunderschöne Genesungskarten geschickt haben. Nachdem ich wieder sprechen und den Mund, weiter als für einen Strohhalm nötig, öffnen konnte, ging es langsam aufwärts. Die Blogpause haben wir dann gleich noch genutzt um ein paar Wochen Ferien in unserem Lieblingsurlaubsland zu machen.




Nachdem wir im Herbst in den sehr europäisch geprägten Neuenglandstaaten waren, musste es nun mal wieder das traditionelle Amerika sein. So haben wir einige Wochen in Texas verbracht, das fast doppelt so groß ist wie die BRD. Unser Roadtrip stand diesmal unter dem Motto "Birding" und "Texas State Parks". Hier eine Collage, von einigen Schutzgebieten, in denen wir zum Birding in  Beobachtungshütten waren:




Bei teilweise 40°C und mehr freut man sich besonders über klimatisierte Bird Blinds (Vogelbeobachtungshütten) mit Sitzbänken. Manchmal verweilt man dort länger als gedacht und kommt abends mit reichlich Bildmaterial ins Hotel zurück  :))   Hier ein kleiner Vorgeschmack:





Natürlich besuchten wir auch Großstädte wie Dallas, Amarillo, Austin, San Antonio oder Houston:






Da Texas an den Golf von Mexiko (Amerika) grenzt, konnten wir zusätzlich Wasser und Sümpfe erkunden:


Begeistert waren wir auch von den blühenden Wiesen rechts und links der Straßen, die teilweise richtige Teppiche bildeten:



Da uns immer noch ein paar Nationalparke fehlen, haben wir die Carlsbad Cavern (Tropfsteinhöhle mit einem der größten unterirdischen Räume), den Guadalupe Mountains NP (mit dem höchsten Berg von Texas) und den Big Bend NP am Rio Grande besucht:



Wie immer gibt es später noch detailierten Nachschlag bei der ein oder anderen Aktion. Selber begebe ich mich dieses Wochenende auf eine große Blogrunde um zu schauen, wie es euch in der Zwischenzeit ergangen ist. Jetzt wünsche ich euch erst einmal ein wunderschönes Wochenende!


Dieser Post aus den Vereingten Staaten und mit den vielen Vögeln geht auch zu Elfies Foto-ABC



und die Murals und Skulpturen sende ich noch zu Gabi's F&F



Dienstag, 14. April 2026

Theodore-Roosevelt-Nationalpark

Während in South Dakota der Badlands Nationalpark sehr bekannt ist, lockt der Theodore Roosevelt Nationalpark eher weniger Touristen nach North Dakota. Der Park wurde wegen seines Prärie-Ökosystems entlang des Little Missouri River im November 1978 gegründet . Es leben dort Amerikanische Bisons, Mustangs und Gabelböcke, deren Bestand aber kontrolliert wird. Der Park besteht aus drei Teilen. Der Painted Desert  ist der kleinste Teil und ist eigentlich nur ein Overlook:

unbewohntes Land, soweit das Auge reicht,
ein Paradies für Tiere


Wenige Meilen auf der Interstate 94 'gen Westen gelangt man zum Südteil des Parks. Hier begegneten uns gleich die Tiere, für die der Park bekannt ist. Eine kleine Mustangherde kreuzte die Straße um an den Little Missouri zu gelangen und Bisons grasten auf einer offenen Grasebene






weiblicher Gabelbock



An einigen Stellen entlang des Rundweges konnte man Präriehunde beobachten, die sich im Gras tummelten:




Mehr Digital Art gibt es bei Jutta zu bestaunen



Noch ein paar Landschaftsbilder vom Südteil:



wieder Bisons, mal in der Ferne

und mal direkt neben dem Auto



Ungefähr 130 Kilometer entfernt liegt der nördliche Teil des Nationalparkes. Das Highlight dort sind die "Kanonenkugeln" oder Cannonballs. Sie wurden aus mineralreichem Wasser gebildet, das in poröses Sedimentgestein sickerte und dort an einem Initialkern auskristallisierte. Durch Erosion werden die Kugeln nun freigelegt:







Weiter geht es die Straße entlang bis uns am Ende wieder ein toller Ausblick auf den Little Missouri River erwartet:








Ein Rückblick auf die anderen Buchstaben:

 



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